A Mental Problem

“…it’s a mental problem you’ve got!”
“You calling me mental?”
“Yeah, maybe I am!”
(J.K. Rowling – Harry Potter and the Half-Blood Prince)

In letzter Zeit war es wieder etwas ruhiger, entschuldigt. Es stand einiges an (unter anderem waren Freunde von C. zu Besuch) und ich … hm, ja, also ich bin jetzt zum zweiten Mal in Therapie.

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe kein Problem damit. Es fällt mir nur nicht leicht zu sagen, dass ich Hilfe brauche. Deswegen habe ich es eigentlich seit Ende September/Anfang Oktober letzten Jahres vor mir hergeschoben. Ich war zwar zwei Mal bei der psychologischen Beratung der Uni und die Dame war auch super nett und hat mir geholfen, aber leider ist das dort hauptsächlich eine Anlaufstelle bei Problemen im und mit dem Studium. Deswegen blieb es bei den zwei Besuchen.

Mittlerweile habe ich eine Therapeutin gefunden, die mir sympathisch ist und bei der ich nicht das Gefühl habe, dass sie mir was einreden möchte. (Das Gefühl hatte ich nämlich bei einem Kennenlerngespräch mit einer anderen Psychologin.) Beim Psychiater war ich auch zum ersten Mal, ein netter Herr, da würde ich auch wieder hin gehen.

Ob es mir etwas bringt ist aktuell schwer zu sagen. Ich war erst zwei Mal da. Dafür habe ich die Hausaufgabe von der letzten Sitzung bisher gut umgesetzt: Ich solle mir jeden Tag eine Kleinigkeit gönnen, die mir gut tut.
Freitag habe ich mich dementsprechend mit einer alten Bekannten aus LiveJournal-Zeiten getroffen. Abends habe ich meine Häkelsachen wieder hervor gekramt.
Samstag war ich mit C. im spanischen Kulturzentrum zum Bingo-Abend.
Sonntag habe ich noch lange mit C. im Bett gekuschelt und als er dann aufgebrochen ist, habe ich mir nen Pott Tee* gemacht, mich mit meinen Häkelsachen aufs Bett gelegt, Hörspiel gehört und ein Amigurumi-Tierchen gehäkelt.
Montag habe ich mich mit V. getroffen, wir saßen dann irgendwann im Eiscafé und haben ne Runde Exploding Kittens gespielt.
Und Dienstag, also heute, kam S. vorbei, um endlich die letzten Folgen HIMYM zu sehen. Später kommt noch C. dazu, für den Offline-Spieleabend. Ich freu mich! ♥

* KEIN Affiliate-Link, ich finde ihn nur lecker 🙂

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Fünf Am Freitag

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. Spieleabend mit den Freunden. Ein paar Stunden lang einfach die Seele baumeln lassen. Hach. ♥

. Kilometer weit laufen, um die innere Unruhe loszuwerden. Funktioniert zum Glück.

. Geld ausgegeben für Spiele und Tee. Und Verbinde-Die-Punkte-Bücher. Und zwei Bücher aus dem Bücherschrank genommen.

. Hat jemand noch Spiele-Empfehlungen? Überlege ja, mir noch Takenoko zu holen.

. Heute morgen habe ich auf meine Teebestellung gewartet. Stattdessen kam der Gewinn (Bild siehe oben) vom Gewinnspiel von 2kindchaos. Hatte schon fast nicht mehr damit gerechnet. Ich freue mich sehr, denn Reis geht immer und je einen zweiten Kochlöffel und Pfannenwender kann ich sehr gut gebrauchen! Freue mich schon, die Zutaten auszuprobieren. Noch einmal vielen Dank an Frida!

Fünf am Freitag

. „Aber du redest mit deinem Dozenten, dass du jetzt anmelden willst? Nicht, dass du noch mal Literatur lesen musst und das noch länger dauert.“ Glaub mir, Papa, niemand will den Mist schneller hinter sich bringen als ich.

. 6 Monate. Und, auch wenn es nach Klischee klingt, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke.

. Zwei schöne Nachmittage mit Freundinnen verbracht. ♥ Und ein dritter folgt Sonntag.

. Krebs ist scheiße.

. Große Lied-Liebe: „Marilyn“ von Rosenstolz.

Ich könnte..

… euch jetzt davon erzählen, wie es ist, wenn man nach sechs Monaten „dran gewöhnen“ nach Hause kommt und es ist immer noch komisch.
Oder wie es ist, wenn man am Geburtstag des Vaters den Kater einschläfern lassen muss.
Wie es ist, wenn man dann noch im Dunkeln ein Grab schaufelt und die Tante die Taschenlampe hält.
Wie es ist, wenn man so ausgebrannt ist, dass man sich fragt, wie man die sechs Monate MA ohne Zwangseinweisung überstehen soll.
Wie es ist, wenn man sich nicht mehr dran erinnern kann, wann man zuletzt keinen Wecker gestellt hatte und dann vorgejammert bekommt: „Aber ich brauche doch meine Freizeit!
Wie es ist, wenn man sich in seinem Körper so unwohl fühlt, wie lange nicht mehr, sich aber kaum dazu aufraffen kann, was zu ändern.

Stattdessen…
Stattdessen erzähle ich euch lieber, wie schön es ist, mit Freunden zusammen zu sitzen und zu lachen. Wie Samstag, auf T.s Geburtstagsfeier.
Wie schön es ist, am Valentinstag vom Freund bekocht zu werden, nur um danach Filme zu gucken.
Wie schön es ist, den Briefkasten zu öffnen und nicht nur Werbung zu finden. (Hätte noch Zeit für nen weiteren Brieffreund, hat jemand Interesse?)
Oder wie ich mich über Kleinigkeiten wie ein Kind freuen kann. (Wir waren zur Eröffnung der Wehrhahn-Linie.)
Wie schön es ist, wenn man sich mit Freunden trifft. Auf einen Kaffee. Oder um ins Kino zu gehen.
Wie schön es ist, ein Essen kochen zu können, auf das man sich schon lange freut.

Dinge brauchen Zeit. Das weiß ich. Vermutlich wird es noch lange dauern, bis ich mich in hellen Klamotten wieder wohl fühle. Und wenn ich die MA abgegeben habe, werde ich bestimmt erst mal für drei Monate irgendwo in die Sonne reisen. (Wenn ich im Lotto gewinne.)
Aber alles in allem könnte es schlimmer sein. Auch wenn die nächsten Monate trotzdem stressig werden.

Kurzmitteilung

Was dann?

Eigentlich hatte ich einen anderen Blog-Post für heute geplant gehabt. Der ist auch schon zum Teil fertig und auf meinem Handy.
Aber irgendwie… beschäftigt mich gerade etwas anderes.
Was ist, wenn es einen Menschen gibt, der in einer eurer Freundschaften regelmäßig für Streit sorgt?
Damit meine ich nicht, dass es diese Person ist, die den Streit auslöst. Sondern eher, dass sie etwas (nicht) sagt/tut, was in eurer Freundschaft zu Streit führt. (Macht das Sinn?)
Beispiel: Ihr wollt mit eurer Freundin A ins Kino und erwähnt das Freund B gegenüber. B möchte mit und ihr fragt A, ob das okay sei. A sagt, dass es das ist und ihr geht mit beiden ins Kino. Im Endeffekt ist es B, der rumnörgelt, man hätte doch einen anderen Film gucken können und der wäre doof gewesen und warum man sich überhaupt für Kino entschieden hätte. A ist sauer, schließlich war man ja so nett und hat B mitgenommen, und – schwupps! – streitet ihr euch mit A.

Und das ganze kommt jetzt nicht ein mal vor, nicht zwei mal, sondern immer wieder in verschiedenen Abständen und irgendwann habt ihr das Gefühl, dass das Maß so langsam aber gestrichen voll ist.
Was dann?

Freundschaft?

Als ich bei Pottermore* nach Hufflepuff kam, war ich ein wenig enttäuscht. Klar, 90% wollen entweder nach Gryffindor oder Slytherin.
Aber dann habe ich mir angeguckt, welche Eigenschaften dem Haus zugesprochen werden:
Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, Loyalität, Freundlichkeit, Geduld, Ausdauer, hart arbeitend.
Und das ist was, womit ich mich identifizieren kann. Vor allem mit der Loyalität … denke ich. (Meine Freunde können das besser beurteilen als ich.)

Für meine Freunde würde ich durchs Feuer gehen.
Notfall, spät in der Nacht? Kein Problem.
Liebeskummer und akuter Redebedarf wenn ich in vier Stunden aus dem Bett muss? Schlaf ist überbewertet.
Ich muss für ne Prüfung lernen aber einer meiner Freunde ist krank? Die Stunde, die ich für ne Hühnersuppe brauche, kann ich verschmerzen.

Mir ist egal, was und wann los ist. Wenn es meinen Freunden nicht gut geht, helfe ich gerne.
Umso mehr schmerzt es natürlich, wenn man Probleme hat und mit jemandem reden möchte von dem man weiß, dass er ähnliche Erfahrungen hat, und alles, was man zu hören bekommt ist: „Habe ich mir gedacht. Du, ich gehe jetzt schlafen. Gute Nacht!“ Oder: „Das tut mir echt leid. Red doch mit jemandem drüber. Hab keine Zeit.“
Ich war immer der Ansicht, dass man sich die Zeit für seine Freunde nimmt, aber entweder liege ich damit falsch, oder ich war der Person nie so wichtig, wie ich angenommen habe.

Dann gibt es natürlich auch die andere Seite.
Die Menschen, die mitten in der Nacht mit Schokolade vor der Wohnungstür stehen. Die, die einem eine Packung Oreos auf die Fußmatte legen, weil man Liebeskummer hat. Die, die sich zum 50.000 mal anhören, wie doof der Ex doch ist, und und wieder nur nicken und zustimmen.
Was dazu führt, dass ich dran denken musste, dass meine beste Freundin und ich dieses Jahr „zehnjähriges“ haben. Muss ich sie da zum Essen einladen oder so? 😉

Und auch, wenn es sich so anhören mag: Ich bin nicht die perfekte Freundin.
Ich mag keinen Streit und ziehe mich zurück, anstatt das Problem anzugehen. Ich bin vergesslich und Geburtstagsgeschenke können durchaus mit nem Monat Verspätung ankommen. Ich kann extrem nachtragend sein, wenn ich verletzt wurde.

*Und ja, ich bin ein riesiger Harry Potter Fan. C. nennt sich ab und zu auch sein wandelndes Harry Potter Lexikon. 😉