Urlaub

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Ich saß neulich im Zug und ließ mir die Sonne auf den Bauch scheinen als… Okay, ganz so schlimm nicht.
Aber ich saß im Zug und die Sonne schien. Und auch durchs Fenster wurde es warm. Ich schloss die Augen und plötzlich hatte ich Bilder im Kopf.

Der kleine Parkplatz vor dem DIA in der Stadt in Südspanien.
Die Strecke nach Sevilla, über den Río Odiel und den Río Tinto.
Die Salzfelder auf dem Weg zum Strand, ein Dorf weiter.
Der Ausflug zum Strand nach Portugal.
Die kleine Bar, wo wir morgens immer frühstücken gehen.
Der Markt der gitanos.
Die plaza und der mercado.
Der lange, staubige Weg zu einem abgelegenen Stück Strand.
Die Wallfahrtskirche mitten im Nirgendwo.
Das kleine Café am Eingang des Mercados, die frischen Churros von nebenan auf dem Tisch.

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Erinnerungen.
Wie der Abend, an dem unser Lieblingsrestaurant geschlossen hatte und wir ein anderes Restaurant finden mussten.
Oder als wir draußen essen wollten und es plötzlich anfing zu regnen.
Die Katze, die vor dem Grill mit den boquerones saß.
„Aber ihr müsst noch was essen, bevor ihr fahrt!“ – und Spiegeleier, die viel zu flüssig für mich waren. (Aber man isst ja trotzdem, man ist ja höflich.)
Die erste Fahrt zur Wohnung. Die Sonne schien, der Himmel war blau und ich habe mehrmals tief durchgeatmet. Du hast an einer Tankstelle kurz hinter Sevilla angehalten für „die besten Donuts der Welt!“
Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet zum Soundtrack von Django Unchained.
Rumalbern im Meer.
„Jetzt komm schon, du kannst das doch. Sprich doch mal Spanisch.“
Spaziergänge am Strand.
Die Bedienung, die am letzten Tag unsere Bestellung kannte. „Dos medias con jamón, pero sin tomate. Un zumo de naranja y un manchao, ¿sí?“
Die Milchstraße vom Strand aus ansehen.
„Nach uns die Sintflut“ auf dem Weg zum Flughafen und ein Boot wäre da irgendwie besser gewesen als ein Auto.
„Um, excuse me, our suitcases are headed for Rome, but we’re flying to Germany.“
„SCHAAAAAAAATZ! CUCARACHAAAAAA!“

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Andere Erinnerungen kommen auch. Der Strand auf Teneriffa. Das kleine Bergdorf. Der Loro Parque. Barcelona mit der Reisegruppe. Leute beobachten auf der Plaza Cataluña mit Mama.

Aber irgendwie ist da hauptsächlich die kleine Stadt im Süden Spaniens.

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Ich weiß, dass Urlaub dieses Jahr Wunschdenken ist. Wenn man mal von den „vier Tagen“ Hamburg absieht. Mit dem Bus vom Ruhrpott aus. Und einer Reisegruppe. Und Doppelzimmer mit meinem Vater. (Effektiv zwei bis zweieinhalb Tage und ganz vielleicht kann ich mich am Samstag von der Gruppe absetzen.)
Ich weiß auch, dass Urlaub ein Luxusproblem ist.
Aber ich merke, dass ich eine Auszeit brauche. Seele baumeln lassen. Abschalten. Weit weg von hier. Vom Stress. Von Verpflichtungen. Vom Druck.

Nun ja, nächstes Jahr. Hoffentlich.

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Ein Gedanke zu “Urlaub

  1. Hach ja… Das Gefühl kenne ich.
    Aktuell hoffe ich, dass ich es irgendwie schaffe mir eine Woche Cuxhaven im November zusammen zu sparen. Obwohl 1 Woche ja auch gerade so zum ankommen reicht… und erst 2 Wochen wirklich beruhigen würden… Aber 200€ zusammensparen klappt vermutlich. 400€ halt nicht.

    Aber Hamburg! Da bin ich glatt neidisch. Das habe ich nämlich noch nicht geschafft. Nur mal ein paar Stunden Aufenthalt beim Umsteigen 🙂
    Ich wünsche dir viel Spaß ❤

    *wink*

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