Read for the plot?

Letzte Woche Montag sollten wir unsere Meinung zu einem bestimmten Buch abgeben, das wir für einen Uni-Kurs lesen müssen/mussten/müssten. (Falls es jemanden interessiert: The Stone Diaries von Carol Shields.) Und weil ich gerade genervt war, habe ich der Dozentin meine ehrliche Meinung gesagt. Also die, die ich nach einem halben gelesenen Kapitel und eineinhalb überflogenen Kapiteln hatte: Dass ich das Buch doof finde, das Gefühl habe, die Autorin würde nicht auf den Punkt kommen und mir der Schreibstil auch nicht gefallen hat. Ich glaube, sie war ein wenig schockiert, ich sei nämlich die erste, mit der sie reden würde, der das Buch nicht gefallen habe. Und dann fragte sie mich: „You’re reading for the plot, right?“ Und ich habe genickt. Weil, ja. Wenn der Plot (in meinen Augen) lahm ist, lege ich das Buch beiseite und gebe auf. (Kürzlich passiert bei Delirium von Lauren Oliver.)

Aber als ich noch mal genauer drüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass das nicht zu 100% stimmt.
Mein Vater hat zum Geburtstag Bob, der Streuner geschenkt bekommen, das habe ich verschlungen und geliebt. Klappohrkatze fand ich auch ganz wunderbar. Und beide Bücher haben nicht wirklich einen Plot. Weil eben auch das Leben keinen erkennbaren Plot hat.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich die Bücher lesen wollte. Dass ich sie mir ausgesucht habe.

Und dass Katzen drin vorkommen.

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